Schritte in die richtige Richtung
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Etwa 40 interessierte Gäste, Eltern, Schülerinnen und Schüler, Kommunalpolitiker und Lehrer war in das Forum der Hahnheide Schule Trittau gekommen, um auf Einladung der SPD unter der Überschrift „Gemeinsam gute Schule machen“ über Auswirkungen und Möglichkeiten der Schulpolitik zu diskutieren.
Neben den örtlichen Schulleitern saßen auch die SPD-Landtagsabgeordneten und Bildungspolitiker Martin Habersaat (Barsbüttel) und Dr. Henning Höppner (Plön) auf dem Podium.
„Was ist eine gute Schule?“ - Eine simple Frage, mit der Moderatorin Ute Welter-Agatz gleich zu Beginn des Abends die vier Diskutanten auf Hochtouren brachte. Die Schulleiter Edgar Schwenke (Gymnasium) und Hartmut Hentschel (Hahnheide Schule) nutzten die Gelegenheit, Vorzüge ihrer Schulen darzustellen, etwa den Einstieg in die offene Ganztagsschule und Logbücher für die Schüler, formulierten aber gleichzeitig Forderungen an die Politik, die Rahmenbedingungen von schulischer Arbeit und die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrer betreffend.
Martin Habersaat wünschte sich eine Schule, „die ihre Schülerinnen und Schüler befähigt, selbständig in der Welt zurechtzukommen, die gut in ihrem Umfeld vernetzt ist und flexibel ist in ihren Strukturen.“ Einfacher formulierte es Henning Höppner: „Eine Schule, in die die Schülerinnen und Schüler gerne gehen.“ Dass das nicht immer der Fall ist, ist auch auf die Bildungspolitik der vergangenen Jahre zurückzuführen. So kritisierten die anwesenden Eltern die mangelnde Vorbereitung der Umstellung auf das Abitur nach acht Jahren und die beiden Schulleiter die mangelnde Einbeziehung von Lehrerinnen und Lehrern, wenn es um Reformen am System Schule gehe. Ein Kritikpunkt, mit dem man beim gelernten Lehrer Martin Habersaat offene Türen einrannte: "Lehrerinnen und Lehrer sind hochqualifiziertes und teures Personal, das wir nutzen müssen, wenn wir Schule verbessern wollen."
Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war die Schulsozialarbeit. Im Augenblick ist eine Schulsozialarbeiterin für alle 2216 Schülerinnen und Schüler Trittaus zuständig. Künftig wird sie Verstärkung bekommen: Landes- und Bundesmittel werden künftig über die Schulämter in Schulsozialarbeit an den Grundschulen investiert werden. Die Landtagsabgeordneten: „Es wird nicht einen Sozialpädagogen pro Schule geben, aber alleine der Einstieg von Bund und Land in diese wichtige Aufgabe ist ein großer Schritt in die richtige Richtung.“

