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13.04.2011 08:51 Alter: 1 year

2 Trittauer auf dem Landesparteitag

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Von: Bernd Marzi

Stormarner Delegation verbrachte einen langen Landesparteitag am 09. und 10.04.2011 in Husum

Torsten Albig

Der mit Spannung erwartete Landesparteitag begann am Samstag früh und zeigte allen Unkenrufen zum Trotz die Einheit der SPD-Schleswig-Holstein.

Frank Walter Steinmeier erklärte das Scheitern der schwarz-gelben Chaoskoalition in Berlin und rannte offene Türen ein, denn auch das in Kiel desaströse Regieren muss am 6.5.2012 ein Ende finde.

Die Wahl des Landesvorsitzenden war der mit Spannung erwartete Höhepunkt des Samstages. Uwe Döring und Ralf Stegner stellten ihre Ideen in einer je 20-minütigen Rede vor. 135 Delegierte stimmten für Ralf Stegner, 77 für Uwe Döring, der direkt nach Bekanntgabe seiner Wahlniederlage seine Mitarbeit und Unterstützung dem alten und neuen Vorsitzenden anbot. Hier zeigt sich ein neuer frischer Wind in der Nord-SPD, ein überaus fairer Stil mit einem Ziel vor Augen.

Man muss sich schon manchmal fragen was so manche Pressevertreter aus dieser Situation heraushören und hineininterpretieren. Da ist der Gedanke naheliegend, dass diese sich doch besser in einer Partei zum Politikmachen aufgehoben wären als in einer Zeitungsredaktion.

Das große Thema am Sonntag war die Haltung der SPD zur Fehmarn-Belt-Querung. Einen Staatsvertrag kann man und will man nicht aus leichtfertigen Gründen kündigen. Aber es gab eine Weltwirtschaftskrise seit dem Zustandekommen des Vertrages und daher darf kritisch das "ob" geprüft werden. Das "wie" ist der Gestaltungsspielraum des Landes und das geht nicht ohne die Mitwirkung und Beteiligung der Bevölkerung bei einem der größten verkehrstechnischen Bauvorhaben der Nachkriegszeit. Wir sind für eine frühzeitige und kritische Auseinandersetzung über die sogenannte Hinterlandanbindung.

Unterbrochen wurde die Diskussion immer wieder von Wahlgängen zum Bundesparteirat, für die Delegierten zum Baundesparteitag und auch zum Landesvorstand. Hier haben sich dann Vertreter durchgesetzt, die eine breite thematische Aufstellung garantieren, Wolfgang Baasch, Stefan Bolln, Serpil Midyatil, Gesa Tralau aus Stormarn (wir freuen uns), Kristin Alheit, Birte Pauls und Mathias Stein, der schon als Kandidat zum Spitzenkandaten antrat.

Dieses Verfahren der Kandidatenfindung ist ein dekokratieförderndes Instrument gewesen. Das klingt sachlich, begeisterte aber tatsächlich die zahlreichen Besucher der 16 Veranstaltungen an deren Ende die Wahl von Torsten Albig stand.

Die zwei Favoriten aus diesem Rennen zeigen einen vorbildlichen Teamgeist und mit diesem Führungsstil werden die positiven Kräfte gebündelt. Unser Ziel eines sozialdemokratischen Ministerpräsidenten scheint sehr realistisch. Packen wir es an.